Methoden:
Vorstellung von fünf Methoden:
Integrative Atemtherapie
Das Integrative Atmen ist eine sanfte verbindende Atemtechnik,
die die Selbstwahrnehmung stärkt und die Lebendigkeit fördert.
Die verstärkte Wahrnehmung macht aufmerksam auf innere Vorgänge,
hilft körperlich-seelisch-geistige Blockaden zu erspüren und unterstützt
deren Auflösung.
Der Atem führt in die Bereiche, von denen wir uns häufig abschneiden.
Er macht Empfindungen, Gefühle und Bedürfnisse erfahrbar.
In der Akzeptanz dessen, was wir sind und brauchen, wirkt der Atem verbindend
und heilend.
In diesem Erleben kann auch eine Verbundenheit über das eigene Wesen
hinaus mit allem Lebenden erfahren und spirituelle Einsichten möglich
werden.
Psychodrama
Das Psychodrama zählt zu den erlebnisorientierten Psychotherapien.
Die entscheidende Eigenart des Psychodramas besteht darin, dass die Anliegen
der Klientin, des Klienten z. B. Konflikte und Problemsituationen, aber
auch Wünsche, Hoffnungen und Visionen in Handlungsszenen umgesetzt,
durchgespielt und nachbesprochen werden. Im Tun werden Erfahrungen und Lösungen
deutlicher als im Gespräch. Schauspielerisches Talent ist für
das Psychodrama nicht erforderlich.
Das Psychodrama findet vor allem in der Gruppentherapie Anwendung. Als Monodrama
sind Elemente auch in der Einzeltherapie hilfreich und fördern den
Zugang zum eigenen Erleben.
Bonding-Psychotherapie
Die Bonding Psychotherapie wurde von Dr. Dan Casriel, Psychiater und Psychoanalytiker
in den 60iger und 70iger Jahren als gruppentherapeutischer Begegnungs- und
Lernprozess entwickelt. Unter Bonding wird der Zustand von emotionaler Verbundenheit
in der haltgebenden körperlichen Nähe zu einem anderen Menschen
verstanden. Bonding Erfahrungen sind die Basis für Selbstvertrauen
und Vertrauen in die Welt. Casriel meinte sinngemäß " Seelischer
Schmerz ist aus Erfahrungen entstanden, in denen wir nicht gebunden, geliebt,
gehalten waren. Dieser Schmerz kann nur in der haltgebenden Begegnung mit
anderen Menschen wieder heilen."
In dieser Begegnung wird der Zugang zu tiefen seelischen Erfahrungen möglich,
die körperlich, emotional und geistig Ausdruck finden. Unterstützt
wird dieser emotionale Erkenntnisprozess durch die Reflektion von lebenshemmenden
Einstellungen, die wir aus unserer Lebensgeschichte heraus entwickelt haben.
In der Einstellungsarbeit, die zur Bonding-Psychotherapie gehört,
werden lebens- und liebensfördernde Anschauungen, die aus heilenden
Erfahrungen gewonnen werden, verankert.
Mehr zum Thema Bonding
www.praxis-nitzler.de
Die Bonding-Therapie als Psychotherapeutische Intensivphase
von Wolfgang Nitzler
Traumatherapeutische Arbeit
Mehr als alle Menschen brauchen gerade traumatisierte Menschen Schutz, Halt
und Bedingungen, die im Gegensatz zur ursprünglichen traumatischen
Erfahrung stehen. Das bedeutet den Aufbau von Sicherheit und Verlässlichkeit
in den Bereichen des Lebens wie Beziehungen, materielle Existenz, psychische
und körperliche Gesundheit.
Sicherheit bringt es auch, die Folgen traumatischer Erfahrungen als Überlebensmuster
zu verstehen und als Anpassungsleistungen des Organismus, insbesondere des
Gehirns an erlebte existentielle Bedrohung.
In der Traumatherapie wird zwischen stabilisierender Unterstützung
und einer dosierten Aufdeckung von traumatischen Erfahrungen (Traumaexposition)
unterschieden.
Körper- und Wahrnehmungsübungen, heilende, stärkende Imaginationen
und Rituale nach Dr. Luise Reddemann, das Einüben von Überflutungsstops
sowie das Einorden der Folgen traumatischer Erfahrungen als Überlebensmuster
sind Beispiele stabilisierender Verfahren in der therapeutischen Begleitung
traumatisierter Menschen.
Je nach Integrationsfähigkeit und Wunsch der Klientin/des Klienten,
kann eine dosierte Bearbeitung des Traumas durch Traumaexposition initiiert
werden.
Ziel ist es für beeinträchtigende und schädigende Überlebensmuster
neue schützende Alternativen zu entwickeln und der traumatischen Erfahrungen
in der Lebensgeschichte einen Platz zuzuweisen, von dem aus sie nicht mehr
das ganze aktuelle und zukünftige Leben der Betroffenen bestimmen.
Ritualarbeit
Rituale sind stilisierte Folgen von Handlungen, die uns unterstützen,
uns zu sammeln und unsere Energie auf persönliche und/oder gemeinschaftliche
Ziele zu konzentrieren.
Dadurch werden Rituale tiefe Botschaften an die Seele.
Diese Botschaften werden unterstützt durch die Anwesenheit von Zeug/innen.
In der therapeutischen Einzel- oder Gruppenarbeit bieten sich Rituale an,
um eine Reifung zu würdigen und/oder um sich Ermutigung, Klarheit und
neue Impulse für den eigenen Weg zu holen. Rituale können Wendepunkte
im Leben vorbereiten oder einen Lebensabschnitt abschließen. Sie wirken
heilsam, bringen Stärkung und neue Impulse.
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